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Dieses Problem betrifft insbesondere unsere Kleidung, wenn wir sie zum Beispiel mal durchgeschwitzt in der Sporttasche vergessen haben. Auch hierbei handelt es sich um Schimmelpilze, die eben Kleidungsstücke ebenso gern befallen wie beispielsweise die Tapete oder die Matratze. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder die Frage nach dem Unterschied zwischen Schimmel- und Stockflecken auf.

Wenn es sich auf Textilien um Schimmel handelt, bilden sich nach gewisser Zeit Myzelien aus, das sind Fäden, die eben ganz typisch für Schimmel sind. Es entsteht dann direkt über den eher dunklen Flecken ein feines Gespinst. Dieses gibt es bei den eher gelblich-orangen Stockflecken nicht. Aber egal, um welche Art es sich tatsächlich handelt, beide Formen lassen sich recht gut mit dem „Fleckenteufel Obst & Getränke“ entfernen.

Zu diesem Zweck werden die Flecken auf der Kleidung ordentlich mit Wasser befeuchtet, um sie sogleich mit dem Pulver zu bestreuen. Danach wird das Kleidungsstück nochmals befeuchtet und das Pulver lassen Sie nun ungefähr eine Stunde lang einwirken. Sofern der Stoff in der Waschmaschine gewaschen werden darf, wäre dies dann genau die richtige nächste Aktion. Falls dies nicht möglich ist, können Sie die Flecken mit einem feuchten Tuch gründlich abtupfen.

Doch bevor Sie das Mittel einsetzen, sollten Sie den Stoff an einer eher versteckten Stelle dahingehend vorsichtig prüfen, ob die Farben wirklich erhalten bleiben, was bei empfindlichen Textilien nicht immer der Fall ist.

Zur Entstehung von Stockflecken kann es leicht kommen

Auch bei quasi ganz normaler Lagerung der Textilien kann es nach gewisser Zeit zur Bildung von Stockflecken, die meistens mit einem muffigen Geruch einhergehen, kommen. Typisches Beispiel ist der weniger gut belüftete Keller. Beträgt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft mehr als 55 Prozent, geht es so richtig los mit der Vermehrung der Schimmelsporen, wenn das Thermometer mehr als acht Grad Celsius anzeigt. Insofern kann ein einfacher handelsüblicher Luftentfeuchter schon viel bewirken.

Da die Temperatur ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt, sollten Sie zum Beispiel darauf achten, dass der Schrank oder auch der Karton mit Bekleidung nicht direkt an einer kühlen Außenwand steht. Die folgenden Vorbeugemaßnahmen haben sich bewährt:

  • Die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer kontrollieren und gegebenenfalls ständig einen Luftentfeuchter zum Einsatz bringen.
  • Die Temperatur im Lagerraum möglichst unter acht Grad Celsius halten.
  • Kartons mit Kleidung nie direkt auf den Boden oder an die Wand stellen.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Stoßlüften vertreiben.
  • Feuchte oder verschwitzte Wäsche unbedingt immer sofort zum Trocknen aufhängen.

Alte Hausmittel sind bei Stockflecken nicht so gut wie ihr Ruf

Gehen wir sie mal ganz kurz im Einzelnen durch:

  • Salz und Zitronensaft

    Beim Zitronensaft mangelt es etwas an dem notwendigen bleichenden
    Effekt.

  • Verdünnter Essig

    Auch in diesem Fall fehlt es völlig an der Bleichwirkung.

  • Direkte Sonnenstrahlung

    Der UV-Anteil im Sonnenlicht reicht bei stärkeren Schimmel- und Stockflecken nicht ganz aus.

  • Buttermilch

    Ein bisschen hilft sie wohl gegen geringfügige Stockflecken, doch fehlt auch der Buttermilch jegliche ausbleichende Wirkung.

  • Chlorhaltige Bleichmittel

    Damit geht es nicht nur dem Fleck an den Kragen, sondern auch dem Stoff des Kleidungsstücks.

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2022 erstellt.

Der Keller ist eine sehr brauchbare Sache, kann man doch dort so viele Dinge zwischenlagern, die man vielleicht später noch einmal gut gebrauchen kann. Dem ist aber nicht so, sobald sich da unten Schimmel breitmacht. Denn der Schimmel besudelt alles, was Sie nur mal kurz im Keller unterstellen möchten, nichts davon ist dann noch brauchbar, alles muss entsorgt werden, Schade eigentlich.

Die Ursachen für den Schimmel im Keller lassen sich im Wesentlichen so zusammenfassen:

  • Bauliche Mängel, insbesondere mit Blick auf Sperrschichten
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit wegen unzureichender Möglichkeiten des Lüftens
  • Defekte Wasser- und Heizungsrohre
  • Eindringendes Wasser aufgrund von Unwettern

Guter Tipp:

Stellen Sie in Ihrem Keller ein Hygrometer auf und prüfen Sie die Messwerte der Luftfeuchtigkeit. Wenn diese die Marke von 60 Prozent wiederholt über längere Zeit übersteigt, ist dies ein Gebot zum Handeln.

Die bauliche Abdichtung des Kellers muss in Ordnung sein

Hierzu gehört unbedingt eine gute Wärmedämmung der Außenwände. Verwenden Sie dafür zum Beispiel Bauplatten aus Polyurethan, weil in diese extra eine Silikatschicht eingearbeitet ist, die ein hohes Maß an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „kapillaraktiven Baustoffen“. Oben drauf kommen dann möglichst ein Kalkputz und eine Kalkfarbe.

Darüber hinaus muss mit einer funktionierenden Horizontalsperre dafür gesorgt werden, dass Feuchtigkeit in der Wand nicht von unten aufsteigen kann. Die eingelegten Dichtfolien sind bei vielen Altbauten undicht oder gar nicht vorhanden. Im Rahmen der Sanierung lassen sich solche Sperrschichten aber nachträglich einbringen.

Wasser sucht und findet immer den Weg des geringsten Widerstandes, soll heißen, dass zum Beispiel ein undichtes Wasserrohr an ganz anderer Stelle in der Wand positioniert sein kann, als uns der Schimmelfleck weismachen will. Das macht die Ursachenforschung zum Teil extrem schwierig, sodass Sie gut beraten sind, einen Fachbetrieb mit der Schadensbehebung zu beauftragen.

Erst wenn die Ursache des Wassereintritts in den Keller behoben ist, macht es Sinn, sich der nachhaltigen Beseitigung des Schimmels zuzuwenden. Dazu bietet der Fachhandel verschiedene Produkte an. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Schimmelsprays, die einfach nur großräumig auf den Schimmelfleck gesprüht werden. Nach der angegebenen Einwirkungszeit kann das Ganze dann abgewischt werden.

Vorsicht:

Verwenden Sie bei der Beseitigung von Schimmel zu Ihrem eigenen Gesundheitsschutz unbedingt Einweghandschuhe, eine Atemschutzmaske und möglichst auch eine Schutzbrille.

Gute alte Hausmittel gegen Schimmel

Schimmelpilze mögen in ihrem Lebensmilieu weder zu niedrige noch zu hohe pH-Werte. Aus diesem Grunde funktioniert bei manchen Schimmelarten der Einsatz von Essig, der für uns und die Umwelt praktisch ungiftig ist, recht gut. Träufeln Sie also reichlich davon auf ein Tuch oder Schwamm und reiben Sie die Schimmelstellen kräftig damit ein. Danach wischen Sie alles mit einem feuchten Lappen nach.

Vorsicht:

Verwenden Sie keinen Essig auf Kalkwänden beziehungsweise Kalkfarben, da dies zu einer unschönen chemischen Reaktion führt, bei der giftige Salze oder Gase entstehen können. Zugleich bildet sich so geradezu ein begehrter Nährboden für Schimmelpilze.

Alkohol ist ebenfalls für die Umwelt unbedenklich und wirkt nicht nur desinfizierend, sondern auch hydrophil, das heißt, er entzieht dem Schimmel sein Wasser, vorausgesetzt, er wird möglichst hoch konzentriert (> 70 %) aufgetragen. Da Alkohol ein sehr flüchtiger Stoff ist, müssen Sie die Reinigungsprozedur mehrmals wiederholen.

Mit Wasserstoffperoxid (H2O2) haben schon viele Frauen ihre Haare hellblond gefärbt, doch Schimmelpilze halten so richtig gar nichts von einer solchen Maßnahme der Typänderung. Sorgen Sie im Vorfeld dafür, dass der Untergrund erst einmal absolut trocken ist. Testen Sie das zum Beispiel mit Löschpapier, das sie ein Weilchen auf die Wand drücken. Zeigt dies noch Feuchtigkeit an, sollte ein Föhn oder Heizstrahler zum Einsatz kommen.

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Dieser Beitrag wurde am 10.03.2022 erstellt.

 

Wer die Ursachen der Entstehung dieser überaus hässlichen und zudem die Gesundheit gefährdenden Schimmelflecken kennt, hat gute Chancen, dass diese in seiner Wohnung erst gar nicht entstehen. Zunächst einmal sind die Pilzsporen jederzeit allgegenwärtig in der Luft mehr oder weniger dicht vorhanden. Sie warten nur darauf, irgendwo Verhältnisse vorzufinden, die ihnen ein gutes Leben und Gedeihen bescheren. Wonach sie Ausschau halten, das sind vor allem Feuchtigkeit, Wärme und Sauerstoff. Als Nährboden bevorzugt der Schimmelpilz Tapete, Textilien, Holz, Farben, aber auch Putz.

Es geht also auf jeden Fall darum, Feuchtigkeit oder gar Nässe im Bereich der Wände zu vermeiden, denn auf den Sauerstoff in der Luft und etwas wohltuende Wärme können wir in der Wohnung schlecht verzichten. Insofern ist es überaus wichtig, dass bei einem Neubau eine ausreichende Bautrocknung stattgefunden hat. Bei älteren Häusern sind es oftmals kleine Risse im Mauerwerk, die eine ständige Diffusion von Feuchtigkeit von außen nach innen an bestimmten Stellen ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollten auch regelmäßig die Dachrinnen und Fallrohre auf Undichtigkeit überprüft werden.

Am wichtigsten ist selbstverständlich ein wasserdichtes Dach. Schäden in diesem Bereich sind tatsächlich die häufigsten Ursachen für eindringende Feuchtigkeit. Auf der anderen Seite ist es der Keller, der dem Schimmel viele Möglichkeiten bietet. Je nach geologischem Untergrund können Türen und Fenster im untersten Bereich des Hauses Starkregenereignissen oft nicht standhalten. Die Nässe wird nicht selten durch die Wände oder sogar durch das Fundament beziehungsweise die Bodenplatte gepresst, was meistens auf eklatante Baumängel bei der Isolierung des Hauses zurückzuführen ist. Wenn so etwas vorliegt, ist eine kostenaufwendige Sanierung dieser Bereiche erforderlich.

Aber so schlimm muss es ja nicht gleich kommen, um dem Schimmel den Weg zu ebnen, denn dieser gibt sich oft genug schon mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit in den Räumen zufrieden. Das liegt daran, dass überall dort, wo die Luft etwas abkühlt, sofort Feuchtigkeit kondensiert. Daher sind die kühle Außenwand und der Fenstersims prädestinierte Schimmelstellen.

So vermeiden Sie Schimmelbildung

Damit kommen wir direkt zu dem wichtigen Thema Lüften. Drehen Sie morgens und abends die Heizung kurz aus und sorgen Sie für ein paar Minuten ordentlichen Durchzug in der Wohnung. Dies führt zu einem schnellen Luftaustausch. Zwar fühlt sich die frische Luft im Winter kühl und feucht an, aber wenn diese dann in der Wohnung rasch wieder aufgeheizt wird, kann sie dadurch potenziell viel zusätzlichen Wasserdampf vollständig lösen.

Auf der anderen Seite sollte die Raumtemperatur der beheizten Räume nicht unter 19 Grad Celsius sinken, ansonsten ist das Lösungsvermögen der Luft für Wasserdampf zu gering und es kommt an einigen Wandstellen zu Kondenswasser. Dies passiert übrigens auch, wenn Sie einen weniger genutzten Raum kaum beheizen und die Tür zu einem warmen Raum offensteht. Die Warmluft dringt dann mit ihrem relativ hohen Feuchtegehalt dort ein und kühlt etwas ab, wobei sie ihre Feuchtigkeit nicht mehr länger lösen kann.

Mithilfe eines einfachen Hygrometers, das Sie im Handel für ein paar Euro kaufen können, wird der Grad der Luftfeuchtigkeit ständig angezeigt. Steigt diese über 65 Prozent, ist wieder einmal ein Zeitpunkt zum Stoßlüften gekommen. Beachten Sie darüber hinaus, dass Ihre Möbel nicht zu dicht an einer kühlen Außenwand stehen. Halten Sie dort einen Spalt von mindestens zehn Zentimetern ein, damit die Luft frei zirkulieren kann.

Wenn Sie geduscht haben, wischen Sie die Duschkabine am besten etwas trocken und lassen die Badezimmertür verschlossen. So verhindern Sie, dass sich Wasserdampf in der gesamten Wohnung verbreitet. In der Regel gibt es in fensterlosen Badezimmern einen Abzug, der mit der Zeit für einen Luftaustausch sorgt. Ein weiteres Problem kann die Wäsche darstellen, die zum Trocknen in der Wohnung aufgehängt wird. Solange es draußen nicht zu kalt ist, nutzen Sie dafür lieber den Balkon oder die Terrasse.

Um in problematischen Fällen bestimmte Wandbereiche gezielt zu erwärmen und zu trocknen, haben sich Infrarotheizungen gut bewährt. Bei den sogenannten Hybrid-Infrarotheizungen werden Konvektionstechnik und Infrarotstrahlen so kombiniert, dass zugleich die Raumluft und die Wand erwärmt werden.

Schimmel an der Wand gefährdet die Gesundheit

Bei länger andauerndem Kontakt mit Schimmel können sich gerade bei Kindern Allergien entwickeln, die dann das ganze Leben bestehen bleiben. Daher sollten Sie auf folgende Symptome achten, sie können ein Indikator für Schimmelsporen in der Raumluft oder andere Wohngifte sein:

  • Ständige Atemwegserkrankungen wie Schnupfen, Husten, Bronchitis, Infekte
  • Asthmaanfälle mit Atemnot
  • Andere allergische Reaktionen wie Nasenlaufen, Augentränen, Hautausschläge
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder chronische Erschöpfung
  • Fieber und Muskelschmerzen
  • Rezidivierende Magen-Darm-Erkrankungen

Im Zweifel sollten Sie einen Experten für Wohngifte konsultieren, der Toxine in der Raumluft mit unterschiedlichen Messmethoden aufspüren und konkrete Vorschläge zum Abstellen des Problems machen kann.

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Dieser Beitrag wurde am 09.03.2022 erstellt.

Nein, man sieht ihn nicht immer gleich, den Schimmel in der Wohnung. Aber es gibt ein paar untrügliche Hinweise, die Sie ernst nehmen sollten:

  • Sehr oft hohe Luftfeuchtigkeit im Raum
  • Ein muffiger Geruch
  • Verfärbungen der Tapete
  • Wasser- oder sogar Stockflecken an der Wand
  • Silberfische
  • Sich stellenweise lösende Tapeten oder Fußleisten
  • Häufig auftretende Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Infekte, Atemwegsbeschwerden, allergische Symptome

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Wohnung auf das Vorhandensein von Schimmel zu testen, die da wären:

  • Schnelltests
  • MVOC-Messungen und weitere wissenschaftliche Verfahren
  • Einsatz von Spürhunden

1.) Schnelltests basieren meistens auf diesen Verfahren:

  • Sedimentationsplatte mit Nährboden
    Sofern sich in der Raumluft Schimmelsporen befinden, setzen diese sich auf der Platte ab, um sich darauf weiter zu entwickeln. Die Platte wird dann zu einem Labor zur Untersuchung geschickt. Nach ungefähr fünf Arbeitstagen erhalten Sie das Ergebnis. Da aber nicht alle Schimmelsporen flugfähig sind, können diese bei derartigen Tests unerkannt bleiben.
  • Abklatsch-Nährboden
    Dieser wird direkt gegen die verdächtige Wandstelle gedrückt, um ihn ebenfalls einer Laboruntersuchung zuzuführen. Erweist sich der Test als positiv, teilt man Ihnen auch gleich die Schimmelpilzgattung mit.
  • Abstrichstäbchen
    Das Abstrichstäbchen wird in direkten Kontakt mit der vermuteten Schimmelstelle gebracht und dann im Labor genau analysiert. In diesem Fall müssen Sie aber durchaus zwei Wochen auf das Ergebnis warten.
  • Hausstaubprobe
    Da sich Schimmel mit der Zeit immer auch im Hausstaub wiederfinden lässt, ist dies ebenfalls eine Möglichkeit, ein Labor mit einer Analyse zu beauftragen.

2.) Übliche anerkannte Verfahren durch Sachverständige

  • Messung der Schimmelpilzbelastung der Raumluft gemäß DIN ISO 16000-16 bis -18
  • Messung der Sporendichte in der Raumluft gemäß DIN ISO 16000-20
  • Messung der kultivierbaren Schimmelpilze gemäß DIN ISO 16000-21
  • MVOC-Messungen
    Die Abkürzung steht für „Microbial Volatile Organic Compounds“, was mit „mikrobielle flüchtige organische Verbindungen“ übersetzt werden kann. Solche Stoffe gehen oft mit Schimmelpilzen einher und erzeugen jenen muffigen Geruch. Unmittelbar nach einer Sanierung oder Neubau liefern diese Tests zuweilen falsch-positive Ergebnisse. Außerdem darf am Tag der Probenahme in dem zu testenden Raum nicht gekocht oder gebacken werden. Auch müssen alle Türen und Fenster für mehrere Stunden geschlossen gehalten werden.

3.) Ausgebildete Schimmel-Spürhunde

Der Bundesverband Schimmelpilzsanierung e. V. hat bislang aber nur vier Hunde für diese Tätigkeit zertifiziert.

Kosten und Zuverlässigkeit der Tests

Ein Schimmeltest kostet in der Regel zwischen 30 und 90 Euro. Wenn ein Labor einbezogen wird, gilt eher das obere Preissegment. Ein guter Spürhund erreicht eine hundertprozentige Trefferquote. MVOC- und Luftkeimmessungen kommen zwar auf 70 Prozent, aber das reicht natürlich nicht für eine sichere Aussage. Daher macht es Sinn, unterschiedliche Tests zu kombinieren. Das Bundesumweltamt (UBA) rät zu folgender Vorgehensweise:

  • Abklatsch- oder Abdruckproben
  • Sedimentationsplatten und Staubproben
  • Messung der Gesamtbelastung der Innenraumluft

Wer ist wirklich ein Sachverständiger?

Da Schnelltests eben nicht so ganz sicher sind, ist es immer besser, einen Sachverständigen zurate zu ziehen. Doch dieser Begriff ist nicht geschützt, das heißt, auch Sie können sich diese Jacke anziehen. Zum Glück gibt es das Sachverständigenverzeichnis der Industrie- und Handelskammern, in dem alle öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen eingetragen sind.

https://svv.ihk.de/svw-suche/4931566/suche-extern

Allein mit dem Suchbegriff Schimmel und Ihrem Wohnort kommen Sie dort schon sehr weit. Unter „Suche verfeinern“ können Sie zum Beispiel noch die vermuteten Schadstoffe oder die Art der Gebäudeschäden spezifizieren.

Die verschiedenen Schimmelarten und ihr Einfluss auf unsere Gesundheit

Von den geschätzt 250.000 Schimmelarten weltweit wurden bislang circa 100.000 näher bestimmt. Schwarzer, grüner und weißer Schimmel sind jene Sorten, die wir meistens in unseren Wohnungen und Häusern zu beklagen haben. Für die Färbung ist jeweils der Fruchtkörper des Schimmelpilzes verantwortlich. Doch allein anhand der Farbe kann noch keine Aussage über die Gattung eines Schimmelpilzes gemacht werden, da diese innerhalb einer Spezies stark variieren kann.

Gelber Schimmel (Aspergillus flavus) kommt zwar in Wohnräumen vor, wird aber aufgrund seiner unauffälligen Farbe, die auch bräunlich oder ocker ausfallen kann, seltener wahrgenommen. Im Gegensatz zu anderen Sorten kann gelber Schimmel bereits bei eher noch geringer Luftfeuchtigkeit (60 %) und ab 0 °C keimen.

Dieser Schimmel befällt meistens stärkehaltige Lebensmittel wie Mais, Getreide oder Erdnüsse. In wärmeren Räumen sind oft Baumwollstoffe und Polstermöbel seine Opfer. Im Zuge seines Stoffwechsels entsendet er das Gift Aflatoxin, was besonders gesundheitsgefährdend ist und zu Leberkrebs und Herzversagen führen kann.

Roter Schimmel (Neurospora oder Chrysonilia sitophila) wird auch als Bäcker- oder roter Brotschimmel bezeichnet. Da er Zellulose liebt, sitzt er oft auf Tapeten, Kartonagen und Büchern. Seine Konsistenz reicht von trocken bis schleimig. Typischerweise kann Asthma durch diese Schimmelart ausgelöst werden.

Weißer Schimmel ist auf hellem Untergrund wie Putz kaum oder erst spät zu erkennen. Häufig versteckt er sich an den Decken oder in den Ecken des Fußbodens. Beliebte Plätze sind auch der Keller oder die kühle Außenwand hinter dem Schrank. Er wird immer wieder mit Salzausblühungen auf Beton, Mörtel oder Ziegel verwechselt. Wenn sich in Ihrem Umfeld Staubläuse, Kellerasseln oder Silberfische herumtreiben, darf dies als Hinweis auf den Schimmel gewertet werden. Die damit verbundenen gesundheitlichen Symptome können Nasennebenhöhlenentzündungen, häufige Erkältungen mit Halskratzen und Husten bis hin zur chronischen Bronchitis, Hautkrankheiten oder Gelenkschmerzen sein.

Schwarzer Schimmel setzt sich in der Regel gleich aus mehreren Schimmelarten zusammen und bildet sich stets auf feuchten Mauern, Tapeten, verputzten Wänden, aber auch auf Fliesenfugen und Decken. Seine „Wohlfühltemperatur“ reicht von 6 bis zu 45 Grad Celsius. So kann er grau und schleimig oder auch pudrig-trocken in Erscheinung treten.

Schwarzer Schimmel ist für den Menschen sehr giftig. Der häufig auftretende „Aspergillus niger“ kann Allergien auslösen, zu Nierenerkrankungen führen und schwere Infektionen befördern. „Stachybotrys chartarum“ kann Stachybotryose verursachen, die leicht mit Alzheimer zu verwechseln ist.

Grüner SchimmelAspergillus fumigatus“ ist sehr verbreitet. Grünlich sind daran vor allem die Sporenträger, die anderen geradezu flauschigen Bestandteile erscheinen eher grau bis weißlich. Sein gesamtes Erscheinungsbild ist daher eher blau-grau-grünlich. Diesen Schimmel finden Sie vor allem auf Lebensmitteln und Blumenerde, aber auch in Küche und Bad.

Das Gift Gliotoxin, das er produziert, ist relativ harmlos, aber es kann das Immunsystem schwächen. So können sich Kopfschmerzen und in der Folge Allergien entwickeln, die sogar zu Asthma führen können.

 

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2022 erstellt.

Schimmel entfernen

Wenn es in der Wohnung muffig oder moderig riecht, kann dies ein Hinweis auf Schimmelbildung sein, noch bevor man die ersten Flecken überhaupt sehen kann. Gesellen sich dann auch noch Kellerasseln oder Silberfische hinzu, wird die Wahrscheinlichkeit dafür umso größer. Wassertropfen an den Fensterscheiben zeigen im Winter an, dass die Raumluft offenbar sehr feucht ist und daher an der kühleren Scheibe kondensiert, ebenfalls ein Indiz dafür, dass sich in der Wohnung Schimmel bilden könnte.

Schimmelsprays helfen, gegen den entdeckten Schimmel unmittelbar vorzugehen, was wir tun sollten, weil Schimmel die Gesundheit gefährdet. Doch die Ursache für dessen Entstehung ist damit nicht beseitigt.

Da es verschiedene Arten von Schimmelpilzen gibt, die sich bevorzugt auf ganz unterschiedlichen Untergründen ansiedeln, wurde ein Sortiment unterschiedlicher Schimmelsprays entwickelt, die mal eine längere oder auch mal eine kürzere Einwirkdauer voraussetzen. Daher sollten Sie unbedingt die Packungsbeilage des Sprays beachten, damit Sie auch wirklich das Mittel kaufen, das für Ihre Anwendung gut geeignet ist.

An Wänden und Decken lässt sich Schimmelspray recht gut auftragen, egal, ob eine Tapete, ein Anstrich, Beton, Mauerwerk oder Putz vorliegt. Zementfugen und Holz lassen sich ebenfalls gut mit Schimmelspray bearbeiten.

Bei Textilien oder Polstermöbeln und auch bei Stockflecken auf dem Strandkorb kann schon ein Waschmittel zur Reinigung ausreichen. Es gibt gegen Schimmel extra Waschmittelzusätze in der Drogerie. Weiße Textilien, denen ein Ausbleichen nicht viel ausmacht, können Sie vor dem Waschen in Chlor einlegen. Aber es gibt auch Schimmelsprays, die sich speziell für Bekleidung eignen.

Eine Matratze vom Schimmel zu befreien, ist zwar möglich, aber ein sehr aufwendiger Prozess. Da ist es viel einfacher, sich eine neue Matratze zuzulegen.

Für verschimmelte Kaffeemaschinen können Anti-Schimmel-Sprays eingesetzt werden, die explizit für Kunststoff geeignet sind. Danach müssen alle Teile sorgfältig mit heißem Wasser abgespült werden.

Wenn sich Schimmel auf Pflanzen bildet, kann dieser vorsichtig abgeschabt werden. Dann sollte die Blumenerde erneuert werden. Achten Sie darauf, dass die neue Erde vor dem nächsten Gießen gut durchgetrocknet ist. Wie ein natürliches Antimykotikum wirkt zum Beispiel Zimt, Backpulver oder Apfelessig, was man unter die Erde mischen kann.

Wirkstoffe in Schimmelsprays und Bezugsquellen

Viele Schimmelsprays enthalten Chlor, was zwar sehr effektiv gegen Schimmel wirkt, aber den Untergrund zugleich ausbleicht. Überdies ist das geruchsintensive Chlor ein chemisch sehr aggressives Halogen und daher umwelt- und gesundheitsschädlich. Schimmelsprays mit Alkohol und Kalk eignen sich vornehmlich für mineralische Untergründe. Empfehlenswert für empfindliche Untergründe sind eher Schimmelsprays mit organischen quaternären Ammoniumverbindungen, die aber nur schwer biologisch abbaubar sind. Die Kosten pro Dose bewegen sich je nach Wirkstoff zwischen 5 und 20 Euro.

Käuflich erwerben können Sie Schimmelsprays in Supermärkten, Drogerien und Kaufhäusern. Darüber hinaus können Sie derartige Produkte online bestellen bei:

  • Amazon
  • dm
  • Ebay
  • Hornbach
  • Idealo
  • OBI
  • Rossmann

Hausmittel als Alternativen zu Schimmelsprays

  • Verdünnte Essigsäure ist günstig und unschädlich, bekämpft aber nicht jede Schimmelart. In manchen Fällen stellt Essig sogar einen Nährboden für den Schimmel dar.
  • Alkohol und Brennspiritus mit einem Gehalt von mindestens 70 Prozent eignen sich leider nur kurzzeitig.
  • Natron können Sie wie ein antibakteriell wirkendes Scheuermittel einsetzen, wobei die Oberfläche dadurch meistens etwas heller wird. Es ist günstig und unschädlich und hat sich bei vielen Reinigungsarbeiten auch unabhängig von der Schimmelproblematik bewährt.

Anwendung von Schimmelsprays

Damit möglichst wenige der bei der Reinigung aufgewirbelten Schimmelsporen eingeatmet werden, sollten die folgenden Utensilien bereitgestellt werden:

  • (Gummi)Handschuhe
  • Mund-Nase-Schutz / Maske
  • alte Arbeitskleidung, die danach ggf. ebenfalls entsorgt werden kann
  • Schutzbrille
  • Lappen und Schwämme

Lesen Sie zuerst die jeweilige Gebrauchsanweisung genau durch. Dort finden Sie zum Beispiel Angaben über die Einwirkzeit oder die Feuergefährlichkeit des Produkts. Nach der Anwendung müssen die Räume gut durchgelüftet werden, sorgen Sie dabei für einen vollständigen Luftaustausch.
Wenn alles getan ist, können Sie durch Einhaltung der folgenden Raumtemperaturen und Grenzwerte für die Luftfeuchtigkeit erreichen, dass eine Schimmelneubildung lange hinausgezögert wird:

Wohnraum                Temperaturspanne         Bereich der Luftfeuchtigkeit
Schlafzimmer            16 – 18 °C                          40 – 45%
Badezimmer              20 – 23 °C                          50 – 70 %
Küche                         18 – 20 °C                           50 – 60 %

 

Dieser Beitrag wurde am 07.03.2022 erstellt.

Biologische Zersetzungsprozesse finden überall und zu jeder Zeit statt. Deshalb trägt der Wind die Sporen von Schimmelpilzen ständig weiter fort und so gelangen diese vor allem durch offene Fenster und Türen auch in unsere Wohnungen. Weitere Quellen sind unsere Bekleidung, die wir draußen tragen und natürlich bereits angeschimmeltes Obst, das immer mal wieder in unserem Einkaufskorb landet.

Nun sind es gerade die Fenster beziehungsweise ihr unmittelbarer Einzugsbereich, wo zum Teil ideale Lebensbedingungen für Schimmelpilze herrschen. Da gibt es kühlere Scheiben, Rahmen und Fugen sowie verschmutzte, poröse Gummidichtungen, die sich als Nährboden hervorragend eignen. An diesen kühlen Stellen kondensiert der Wasserdampf, der ansonsten in unserer warmen Raumluft vollständig gelöst ist, und genau das macht das Eldorado für die Schimmelpilze aus. Dieser Effekt ist dank der restriktiven EU-Bestimmungen zum Klimaschutz besonders stark an den fast perfekt isolierenden modernen Fenstern in Neubauten zu beobachten, weil kein Milligramm feuchtwarmer Luft den Weg nach draußen findet.

Wegen der großen Gesundheitsgefahr, die von Schimmel ausgehen kann, sollten Sie dagegen unbedingt etwas unternehmen, auch wenn Sie sich vielleicht gar nicht so sehr an den paar hässlichen schwarzen Flecken stören.

Schimmel am Fenster entfernen

Wenn nicht gleich große Teile der Wände im Umfeld der Fenster betroffen sind, reicht es meistens aus, mindestens 70-prozentigen Alkohol oder Brennspiritus auf einen Schwamm zu träufeln und die angeschimmelten Fugen, Kanten oder Wandteile damit mehrmals mit etwas Andruck abzuwischen.

Handelsübliche Mittel zur Entfernung von Schimmel sind zum Teil sehr giftig. Auf jeden Fall sollten Sie mit Gummihandschuhen arbeiten und dabei eine Atemschutzmaske tragen, möglichst auch eine Schutzbrille aufsetzen. Bedenken Sie, dass Sie damit die Ursache der Schimmelbildung nicht beseitigt haben, das heißt, Sie müssen damit rechnen, dass sich an denselben Stellen bald wieder Schimmel bilden wird und Sie die Reinigung wiederholen müssen.

Wegen der ohnehin begrenzten Lebensdauer von Gummidichtungen, die mit deren zunehmender Porosität einhergeht, empfehlen wir den Austausch derselben, wenn an diesen Stellen die Schimmelbildung bereits nicht zu übersehende Maße angenommen hat. In diesem Moment sind viele gewiss leicht überfordert. Die gute Nachricht ist: Es gibt kompetente Fachbetriebe, deren täglich Brot genau die Schimmelbekämpfung ist.

Abschließend möchten wir Ihnen noch ein paar gute Tipps dazu geben, wie Sie die Neubildung von Schimmel zumindest zeitlich weit hinauszögern können:

  • Wenn Sie die Fenster in der kalten Jahreszeit zu lange angekippt lassen, kühlt der Wandbereich oberhalb der Fenster stark aus und es kommt dort vermehrt zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit und damit möglicherweise zu Schimmelbildung.
  • Sehr viel besser ist das sogenannte Stoßlüften. In manchen Fällen reichen schon fünf Minuten aus, um die gesamte Raumluft in der Wohnung auszutauschen. Wird die frische Luft danach erwärmt, kann sie umso mehr Wasserdampf lösen, was zu einem relativ trockenen Raumklima führt. Diesen Vorgang dürfen Sie gern dreimal am Tag wiederholen. Der Energieverlust ist dabei sehr überschaubar.
  • Im Sommer wählen Sie zum Lüften immer die Zeiten, wenn die Außentemperatur minimal ist, also am besten nachts oder in den sehr frühen Morgenstunden.
  • Beim Heizen achten Sie darauf, dass sich in den Wohnräumen eine ideale Temperatur von 21 bis 23 Grad Celsius dauerhaft einstellt. Im Schlafzimmer zum Beispiel sind kühlere Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius durchaus akzeptabel.
  • Wer seine Wäsche zum Trocknen in der Wohnung aufhängt, sorgt damit für eine erhebliche Quelle von Luftfeuchtigkeit. Wenn immer möglich, machen Sie das auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten.
  • Nach jedem Duschen oder Baden sollten Sie das Badezimmer ausgiebig lüften. Fensterlose Räume sollten über eine elektrische Lüftung verfügen, die Sie bitte lange genug eingeschaltet lassen.
  • Gleiches gilt nach dem Kochvorgang in der Küche. Hier kann auch die eingeschaltete Dunstabzugshaube einen guten Beitrag dafür leisten, Feuchtigkeit nach draußen abzuführen. Und wer die Türen von Küche und Bad geschlossen hält, vermindert die Diffusion feuchter Luft in andere Wohnräume deutlich.

 

Bildquellen:

  1.  https://pixabay.com/de/photos/fenster-alt-verlassen-efeu-1533513/
  2. https://pixabay.com/de/photos/regentropfen-glas-regen-fenster-6544618/

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2022 erstellt.

Kein Wunder, denn das feuchtwarme Badezimmer ist geradezu prädestiniert für die Schimmelbildung. Und ausgerechnet die Duschkabine ist meistens so ein fast abgetrennter kleiner Ort in der Ecke, dass die Raumluft in diesem Bereich bei allem Bemühen nur schwer auszutauschen ist.

Gegen den typischerweise schwarzen Schimmel in den Kanten, Ecken und Fugen der Duschtasse und Duschkabine wurde schon unendlich viel experimentiert, trotzdem bildete er sich immer wieder neu. Was hier aber wirklich nachhaltig hilft, das sind Bleichmittel.

Guter Rat zur konkreten Vorgehensweise

Nach jeder Benutzung der Dusche beträufeln Sie den Schimmel zunächst mit Essig, um auf den Stellen sogleich über Nacht ein Bleichmittel einwirken zu lassen. Die Wirkung lässt sich noch intensivieren, wenn Sie Watte oder zumindest Toilettenpapier auf die Stellen drücken und so ein paar Stunden liegen lassen. Diese Tipps sind durch die sozialen Netzwerke gegangen und daher von vielen Usern mit großem Erfolg ausprobiert worden.

Was Sie bei der Verwendung von Bleichmitteln unbedingt beachten sollten

Diese Mittel sind nicht ganz ungefährlich! Daher tragen Sie bitte Gummihandschuhe, eine Atemschutzmaske und eine Schutzbrille. Danach muss das Badezimmer gut durchgelüftet werden, gegebenenfalls über die Nebenräume. Versuchen Sie auf keinen Fall, Bleichmittel mit anderen Reinigern zu vermischen, da dadurch völlig unkontrollierte chemische Reaktionen ausgelöst werden können. Zudem sollten Sie ein Bleichmittel verwenden, das sich explizit für undurchlässige Flächen eignet.

Unter dem Stichwort Bleichmittel finden Sie im Internet viele Anbieter, die ganz unterschiedliche Produkte mit dieser Eigenschaft im Angebot haben. Aber auch in jeder gut sortierten Drogerie können Sie sich dazu beraten lassen.

 

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/photos/dusche-bad-toiletten-wohnung-2094713/

Dieser Beitrag wurde am 05.03.2022 erstellt.

Schimmel entfernen

Die schwarzen Ränder auf den Fugen und in den Ecken sehen unappetitlich aus und können Ihre Gesundheit gefährden. Schimmel und seine Sporen lieben augenscheinlich die feuchtwarme Atmosphäre in Ihrem Badezimmer. Eigentlich macht der Schimmel vor keiner Stelle halt. Sie finden ihn auch auf dem Putz an der Decke, auf der Tapete, auf dem Duschvorhang oder sogar auf dem Duschkopf. Im Folgenden geben wir Ihnen Ratschläge darüber, wie sie Ihr Bad nachhaltig davon befreien können und was Sie beachten sollten, damit sich Schimmel nicht wieder neu bilden kann.

Gerade nach dem Duschen kondensiert der Wasserdampf auf den kühleren Oberflächen der Fliesen oder Armaturen. Geringste, kaum sichtbare Verschmutzungen bilden so einen hervorragenden Nährboden für Schimmelsporen, die sich in jeder Wohnung mehr oder weniger dicht in der Raumluft tummeln.

Es sind vor allem der schwarze und der rote Schimmel, die ihren Weg ins Badezimmer finden. Ersterer wird auch mit Aspergillus niger bezeichnet und ist oft von schleimiger Konsistenz. In der Regel geht von ihm ein etwas modriger Geruch aus. Da sich der rote (Bäcker)Schimmel gern von Kohlenhydraten ernährt, findet man ihn im Bad eher auf Holzverkleidungen.

Sobald Sie kleine verschimmelte Stellen im Bad entdecken, sollten Sie unbedingt sofort darauf reagieren, um sein tieferes und nachhaltiges Eindringen in den Untergrund, was immer sein Ziel ist, zu verhindern. Falls Sie in Ihrem Haushalt zufällig gerade 70- bis 80-prozentigen Alkohol oder Brennspiritus griffbereit haben, können Sie mit der Schimmelbeseitigung im Bad sofort loslegen. Dazu können Sie einen Schwamm verwenden, um die Oberfläche ordentlich abzureiben, oder Sie nehmen eine Sprühflasche, um den Alkohol erst einmal eine Weile einwirken zu lassen. Es hat sich bewährt, den Reinigungsvorgang gleich mehrfach zu wiederholen, weil der Alkohol sehr flüchtig ist.

Alles, was mit Schimmel wie der Schwamm in Kontakt gekommen ist, sollte sofort entsorgt werden. Dazu gehören auch die (hoffentlich) verwendeten Gummihandschuhe sowie der Mund-Nase-Schutz, die nun unsichtbar mit Schimmelsporen kontaminiert sind. Nach der Reinigung das Bad unbedingt gut durchlüften. Es sei an dieser Stelle aber nochmals betont, dass Alkohol nur im Anfangsstadium hilfreich ist. Falls sich der Schimmel schon weiter ausgebreitet hat und tiefer ins Material vorgedrungen ist, müssen Sie spezielle Produkte zur Schimmelentfernung einsetzen.

Chemische Schimmelentferner

Da bei Verwendung dieser im Handel frei verkäuflichen Mittel aggressive Dämpfe entstehen können, sollten Sie damit besonders vorsichtig umgehen, wenn es sich um ein fensterloses Bad handelt, das nicht direkt gelüftet werden kann. Zudem sollten Sie bei der Arbeit mit einem chemischen Schimmelentferner unbedingt Gummihandschuhe und einen Mund-Nase-Schutz, möglichst auch eine Schutzbrille tragen.

Silikon-Fugen erneuern

Silikonfugen behalten bei guten Bedingungen ihre dichtende Eigenschaft bis zu 20 Jahre lang, sollten dann aber erneuert werden. Der Grund für die Veränderung des Materials ist der Umstand, dass Silikon mit den Jahren porös wird, sodass sich in den feinen Vertiefungen Nährboden für Schimmel festsetzen kann. Es macht also Sinn, Silikonfugen erneuern zu lassen, auch wenn die 20 Jahre „Lebensdauer“ noch nicht vergangen sind.

Kleiner Tipp: Es gibt inzwischen Silikone im Handel, die die Ansiedlung von Schimmel deutlich erschweren.

Auch bei den von Hause aus porösen Fugen zwischen den Fliesen hilft bei starkem Schimmelbefall nur noch die Erneuerung, die Sie besser einem Fachmann überlassen, schon allein deshalb, weil die Arbeit dann in wenigen Stunden erledigt ist.

 

Vorbeugen ist besser als Sanieren

Sofern das Badezimmer ein Fenster besitzt, lässt sich durch regelmäßiges, ausgiebiges Lüften sehr viel erreichen, um die Luftfeuchtigkeit im Bad dauerhaft deutlich zu reduzieren. Aber auch durch Stoßlüften der benachbarten Räume bei geöffneter Badezimmertür wird dem Bad die Feuchtigkeit effektiv entzogen. Zwischen den einzelnen Lüftungsaktionen sollten Sie das Badezimmer im Winter ausreichend beheizen, sodass sich schnell eine Temperatur über 21 Grad Celsius einstellt.

Achtung: Unter 18 Grad Celsius nimmt das Lösungsvermögen der Luft für Feuchtigkeit drastisch ab und es kommt dann zu Kondensationen, die die Schimmelbildung befördern.

Tipp: Wer die Duschkabine und die Fliesen nach dem Duschen mit einem Abzieher einigermaßen trocknet, sorgt dafür, dass erst gar nicht so viel Wasserdampf im Bad entstehen kann.

In jenen baulichen Ecken und Kanten, wo es immer wieder zu feucht ist, bilden sich früher oder später Schimmelpilze, mal großflächig sichtbar und mal als kleine vereinzelte Flecken, die lange nicht auffallen. In der Regel sind dies die Gründe dafür:

  • Schlechte, defekte oder falsche Isolierung der Wände
  • Risse oder andere Undichtigkeiten im Dachbereich, in der Mauer oder im Bereich von Fenster und Türen
  • Kondensation an kühleren Stellen
  • Falsches Heizen oder Lüften

Altbauten mit unzureichender Wärmedämmung sind dafür prädestiniert. Aber auch nach ihrer Sanierung kann es gerade wegen der absolut luftdicht schließenden Verbundglasfenster zu massiver Schimmelbildung kommen, da dies beim Lüften oft zu wenig beachtet wird.

In jedem Haushalt wird die Raumluft täglich durch das Kochen, Baden, Duschen und Aufhängen der Wäsche mit mehr als zehn Litern Wasser angefüllt. Die warme Luft in der Wohnung kann dies in aller Regel vollständig lösen. Doch es gibt fast überall vereinzelte Stellen, die immerzu deutlich kühler sind als die Umgebung. Das kann eine Stelle hinter dem Schrank an der schlecht isolierten Außenwand sein oder ein Spalt zwischen Fenster und Mauerwerk, wo kühle Luft von außen ihren Weg nach innen findet.

Genau an solchen Stellen kondensiert ständig etwas Feuchtigkeit aus der Raumluft. So eine feuchte Tapete ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze, deren Sporen ohnehin immer und überall in der Luft umherschwirren.

Am wichtigsten ist die Ursachenbekämpfung

An der obigen Liste der Ursachen ist schon zu erkennen, was zu tun ist, um die Schimmelbildung nachhaltig abzustellen:

  • Behebung aller Baumängel
  • Ausreichend heizen und regelmäßig richtig lüften
  • Die relative Luftfeuchtigkeit immer unter 65 Prozent halten, in Wohnräumen möglichst noch darunter
  • Kühle Außenwände müssen immer gut belüftet werden, ein Schrank sollte daher mit einem Abstand von wenigstens zehn Zentimetern zur Wand aufgestellt werden.

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich mit einem günstigen Hygrometer leicht prüfen. Als Mieter sind Sie übrigens dazu verpflichtet, durch richtiges Heizen und Lüften jegliche Schimmelbildung zu unterbinden.

Was man gegen Schimmel tun kann und sollte

Kleine Stellen können Sie zum Beispiel mit Haarspray besprühen, um auf diese Weise die Schimmelsporen einzukapseln. So kann sich der Schimmel nicht so schnell ausbreiten. Zu den guten alten Hausmitteln gehört Zitrone, Alkohol, Wasserstoffperoxid oder Essig. Letzterer enthält allerdings Acetat, das Schimmel sogar verstoffwechseln kann und diese Maßnahme daher eher als Einladung auffasst.

Der Handel bietet inzwischen eine ganze Palette verschiedener Schimmelentferner für unterschiedliche Anwendungen an. Viele davon basieren auf dem Wirkstoff Benzalkoniumchlorid, der zugleich als Desinfektionsmittel eingesetzt wird. Dadurch ausgelöste Hautreizungen und sogar allergische Reaktionen können nicht ausgeschlossen werden. Als deutlich weniger aggressiv und somit auch umweltfreundlicher hat sich hochprozentiger Isopropyl-Alkohol erwiesen. Da dieser sehr flüchtig ist, ergibt sich durch die Anwendung kaum eine längere Geruchsbelastung, was bei chlorhaltigen Mitteln immer ein Problem ist.

Wichtiger Hinweis:

Bei der Schimmelbeseitigung sollten Sie grundsätzlich immer Gummihandschuhe, eine Schutzbrille und eine FFP3-Atemschutzmaske tragen!

Was bedeutet richtiges Heizen und Lüften?

Wem es gelingt, alle Räume in der Wohnung einigermaßen gleichmäßig zu beheizen, vermeidet damit größere Temperaturdifferenzen, die eine Kondensation befördern könnten. Das heißt, dass auch die weniger genutzten Räume kaum minder beheizt werden sollen.

  • Nach dem Duschen oder Kochen sofort lüften, um die sehr feuchte Luft nach außen abwandern zu lassen.
  • Beim regelmäßigen Lüften (morgens und abends) das sogenannte Stoßlüften präferieren, das bedeutet, gezielt für einen ordentlichen Durchzug zu sorgen. Wenn einzelne Fenster nur längere Zeit auf Kipp stehen, ist der Luftaustausch nur minimal, wenngleich es im Zimmer sehr kalt wird und sinnlos Energie verpufft.

Kommen wir noch einmal auf das Entfernen von Schimmel zurück

Selbst gegen Schimmel vorgehen können Sie im Falle sehr kleiner davon betroffener Flächen. Sind diese schon auf einen halben Quadratmeter oder mehr angewachsen, liegt eine massive Ursache vor, die unbedingt durch einen Fachbetrieb beseitigt werden muss. Das sind Sie schon allein Ihrer Gesundheit schuldig.

Wenn der Schimmel Tapeten und Mauern „schmückt“, steckt der Pilz in aller Regel bereits tief im porösen mineralischen Putz, sodass Sie die eigentliche Quelle mit Ihren „Hausmitteln“ gar nicht erreichen können.

Konkretes Vorgehen mit Alkohol gegen kleine Schimmelflecken

  • Baumwolllappen mit 70%igem Alkohol (mindestens) tränken; Isopropylalkohol hat sich gut bewährt
  • Mit etwas Andruck die Schimmelflecken betupfen*, aber nicht zu „nass“ werden lassen
  • Trocknen lassen und den Vorgang mehrfach wiederholen
  • Den Lappen sofort draußen in der Mülltonne entsorgen

*Durch Reiben würden die Schimmelsporen dazu veranlasst werden, einen Ausflug in die Umgebung zu machen, aber genau das wollen wir ja nicht.

Die gleiche Prozedur können Sie auch mit Brennspiritus oder Wasserstoffperoxid durchführen. Beachten Sie, dass Letzteres die Tapete oder das Holz ausbleichen könnte.

Wer lieber mit Essig hantieren möchte, sollte bedenken, dass dieser den Schimmelpilzen sogar organische Nährstoffe bereitstellt und die starke Säure viele basische Baustoffe wie Kalkstein (Marmor) aggressiv chemisch angreift. Auch das gute alte Hausmittel Backpulver eignet sich nicht zur Bekämpfung von Schimmel.

Ausnahmsweise können Sie aber mit Essig den Schimmel von Metall und Keramik entfernen. Einen Baumwolllappen dazu in Essigessenz (mindestens 25 Prozent) tränken und die Schimmelstelle damit wiederholt betupfen. Wenn Polstermöbel Schimmel zeigen, hat alles keinen Zweck mehr, denn hier ist der Pilz viel zu tief ins Material vorgedrungen, also bitte entsorgen.

Die Ursache muss immer beseitigt werden

Nicht selten müssen die Tapeten und sogar der Putz von der Wand entfernt werden, um gegebenenfalls die undichte Stelle im Gemäuer zu entdecken. Gerade in einem solchen Fall geht es nicht ohne professionelle Schutzkleidung und Atemmaske ähnlich wie bei der Asbestsanierung. Überdies muss der Raum zuvor absolut frei geräumt werden.

Um der Schimmelneubildung vorzubeugen, kommt oftmals eine Anti-Schimmel-Farbe zum Einsatz. Diese enthält zum Beispiel in Kombination mit Bioziden die Substanz Octylisothiazolinon. Überlassen Sie solche heiklen Arbeiten besser dem Profi.

Wohngifte sind oft an chronischen Erkrankungen beteiligt

Viele Menschen plagen sich seit vielen Jahren mit chronischen Krankheiten herum, deren Ursache einfach nicht herauszufinden ist, und die Ärzteschaft begegnet der Sache lediglich mit dem Rezeptblock, auf dem weitere Gifte gegen die Symptome verschrieben werden. Helfen kann in solchen Fällen möglicherweise ein Sachverständiger für Wohngifte, der auch in der Lage ist, die Belastung der Raumluft durch Schimmelsporen zu messen. Typisch für eine solche Situation sind chronische Müdigkeit, ständig gereizte Atemwege bis hin zum Asthma, aber auch Rheuma als Indiz für ein Autoimmunproblem.

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Dieser Beitrag wurde am 04.02.2022 erstellt.

Eigentlich passiert uns das ständig. Bei so vielen Lebensmitteln kommt es dazu, dass sich schnell etwas Schimmel ansetzt, aber wenn wir es nicht sehen, verschwinden diese in unserem Magen, lange bevor wir uns darüber gewahr werden, was wir da gerade gegessen haben. Doch sollte es einmal mehr sein, aus welchem Grunde auch immer, wie gefährlich ist das für unsere Gesundheit?

Abgesehen von den Edelschimmelkäsesorten, die man ohne Bedenken essen kann, bilden Lebensmittel, die sich gerade schimmelig zersetzen, giftige Mykotoxine. Empfindliche Menschen reagieren schon bei sehr geringen Mengen zum Beispiel mit diesen Symptomen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall

Wer seinen Körper regelmäßig mit Schimmel traktiert, muss mit Nieren- und Leberschäden rechnen. Zudem wird das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen. Im weiteren Verlauf kann es sogar zu Karzinomen kommen.

Was immer hilft, billig ist und nicht schaden kann:

Immer dann, wenn Sie Ihrem Magen etwas zumuten, das zu Giftstoffen im Körper führen kann, sind Sie mit ein paar Kohletabletten gut beraten, weil diese an ihrer sehr großen relativen Oberflächen Toxine anlagern, um sie aus dem Körper heraus zu befördern. Ähnliches gilt auch für Heilerde.

Besonders tückisch sind diesbezüglich alle Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil wie Obst und Gemüse, weil sich hier der Schimmelpilz quasi erst einmal unsichtbar vermehrt.

Größere Stücke Hartkäse dagegen lassen sich vom Schimmel nicht so einfach durchsetzen, dies gilt auch für zuckerreiche Marmeladen. In diesen Fällen reicht es aus, den Schimmel einfach nur großzügig zu entfernen.

Mit welchen Symptomen und Erkrankungen ist bei Schimmelkonsum zu rechnen?

Wie bereits oben erwähnt, sind Übelkeit und Erbrechen unmittelbar nach dem Verzehr typische Anzeichen für Schimmel. War die Menge aber besonders üppig oder der Konsum verschimmelter Lebensmittel dauerte über einen längeren Zeitraum an, können sich daraus sehr ernsthafte Gesundheitsschäden ergeben. Die Gifte der Schimmelpilze greifen ganze Organsysteme an mit der Folge, dass insbesondere die Leber und die Nieren Schaden nehmen können. Neben der extremen Belastung des Immunsystems, die zu Allergien führen kann, können sogar Tumore daraus entstehen. Dass der Fötus beziehungsweise das Baby der schwangeren Frau von Schimmel-Toxinen hochgradig gefährdet ist, muss hier wohl nicht extra betont werden.

Bitte bedenken Sie: Schimmel liebt zwar ein feucht-warmes Umfeld, dennoch ist es im Kühlschrank noch nicht kalt genug, die Ausbreitung und das Wachstum der Schimmelsporen zu unterbinden.

Verschimmeltes Brot

Wann das Brot anfängt zu verschimmeln, hängt vom Feuchtegrad und der Art der Lagerung ab. Sobald Sie Schimmel auf Ihrem Brot entdecken, werfen Sie es bitte weg, denn meistens ist dann schon das gesamte Brot davon durchsetzt, auch wenn Sie meinen, dass nur eine kleine Stelle betroffen ist.

Auf hellem Getreidemehl siedeln sich Schimmelpilze besonders gern an, daher geht es bei dem reichlich wasserhaltigen Toastbrot immer so schnell. Falls es doch mal passiert, dass Sie so eine Scheibe essen und den Schimmel erst danach bemerken, ist das kein Grund zur Panik. Wer ein einigermaßen gesundes Immunsystem hat, steckt das problemlos weg, ansonsten wird einem vielleicht etwas übel, was aber bald wieder vorbei ist.

Verschimmelter Käse

Bei Camembert oder Blauschimmelkäse ist der Schimmel ja eine Stilfrage und zum Verzehr absolut geeignet. Ganz anders ist das bei Schmelz- oder Frischkäse. Auch Scheibenkäse oder geriebener Hartkäse sollten bei Schimmelbefall direkt entsorgt werden, weil sich der Pilz dann bereits durch das gesamte Produkt gearbeitet hat, auch wenn das nicht gleich augenscheinlich zu sehen ist. Bei größeren Stücken Hartkäse ist alles nicht so schlimm. Hier reicht es, den Schimmel großzügig abzukratzen, den Käse darunter können Sie bedenkenlos weiter verzehren.

Eingeatmete Schimmelsporen

Problematisch wird es erst, wenn Sie zum Beispiel aus beruflichen Gründen immer wieder über längere Zeit Schimmelsporen ausgesetzt sind, weil sich in solchen Fällen mit der Zeit eine Allergie entwickeln kann. Dann ist es zum Asthma bronchiale nicht mehr weit. Es beginnt meistens mit erschwertem Atmen und ständigem Hustenreiz.

Wessen Immunsystem ohnehin nicht auf der Höhe ist, kann durch Schimmelsporen relativ schnell eine Lungenentzündung (Aspergillus-Pneumonie) erfahren. Dies betrifft neben AIDS-Kranken vorrangig diejenigen, die gerade eine Chemotherapie machen oder eine Organtransplantation hinter sich gebracht haben.

Wenn Sie Schimmel getrunken haben

Das ist gewiss ein Nachteil des blickdichten Tetrapacks, denn Sie können es nicht gleich sehen, wenn Ihr Getränk bereits Schimmel angesetzt hat. Dennoch sind so ein paar Schlucke nicht tragisch. Wie beim Brot können empfindliche Menschen darauf mit Übelkeit und Erbrechen reagieren. Es ist auf jeden Fall anzuraten, derartige Getränke nach dem Öffnen möglichst schnell zu verbrauchen und immer das Haltbarkeitsdatum zu beachten. Wurde eine geöffnete Packung etliche Tage im Kühlschrank vergessen, weil man vielleicht verreist war, ist Vorsicht, also die Entsorgung die denkbar beste Option.

Vermeiden Sie Schimmel besonders während der Schwangerschaft

Durch Schimmel ausgelöste Vergiftungen oder Erkrankungen können auf das ungeborene Kind übergehen. Sollte eine medikamentöse Therapie erforderlich werden, so wird auch davon nochmals das Baby in Mitleidenschaft gezogen. Sogar auf Käsesorten mit „Edelschimmel“ sollte die werdende Mutter besser verzichten, weil hierdurch zusätzlich noch eine Infektion mit Listerien erfolgen könnte.

Wann wird eine Therapie erforderlich?

Beim Verzehr größerer Mengen von Schimmelpilzen oder bei Schimmelkonsum über eine längere Dauer kann es zu einer nachhaltigen Vergiftung durch die Pilz-Toxine kommen. In diesem Fall helfen, wie oben erwähnt, Kohletabletten bei der Ausleitung der Gifte. Überdies kann ein sofortiger Darmeinlauf angezeigt sein, damit der Organismus die Gifte aus dem Darm erst gar nicht aufnehmen kann. Und gegen eventuelle Magen-Darm-Beschwerden helfen die üblichen Medikamente.

Darüber hinaus sollten die Blutwerte, insbesondere jene der Leber, noch eine ganze Zeit lang nach der Vergiftung regelmäßig kontrolliert werden. Sind bereits Organschäden eingetreten, kann sich daraus eine ungünstige Prognose ergeben, die neben Leber- und Nierenschäden auch die Bildung von Tumoren einschließen kann.

Vermeiden ist besser als Heilen

Abschließend möchten wir daher noch einmal betonen, dass sich Schimmel in wasserhaltigen Lebensmitteln rasend schnell ausbreitet. Folgende Produkte gehören bei Schimmelbildung ohne Wenn und Aber direkt auf den Müll:

  • Obst und Gemüse
  • Säfte
  • Quark, Joghurt und andere Milchprodukte (abgesehen von Hartkäse und Edelschimmel)
  • Brot
  • Zuckerreduzierte Konfitüre und Trockenfrüchte
  • Nüsse
  • Aufschnitt, insbesondere die sogenannte Teewurst

Bei luftgetrockneter Salami zum Beispiel, die nur einen geringen Wasseranteil hat, kann die befallene Stelle großräumig ausgeschnitten werden. Gleiches gilt für Hartkäse wie Parmesan.

 

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Dieser Beitrag wurde am 04.02.2022 erstellt.